Lektorat | Korrektorat

Äußerst selten entsteht einmal ein guter Text "aus einem Guss", also ein genialer Wurf, der keine oder nur geringfügige Überarbeitung benötigt. Wenn Texte hergestellt werden, ist jeder Autor erst einmal sein eigener Lektor, jede Autorin ihre eigene Korrektorin. Vom Entwurf bis zur Endfassung wächst unter kritischer Supervision ein Text meist in mehreren Schichten heran.

 

Doch wer kennt nicht das Phänomen der blinden Flecken: Obwohl die deutsche Sprache recht gut beherrscht wird, verbleiben eine Menge Fehler im Text, die einfach übersehen wurden.

 

Und trotz der vertieften Beschäftigung mit der Materie im Schreibprozess können die ersten Rezipienten manche Argumente immer noch nicht ganz nachvollziehen. Ein Lektorat ermöglicht einen Blick von außen, deckt blinde Flecken auf, ist so etwas wie eine Therapie für einen Text, der dadurch in seine bestmögliche Form gebracht wird.

 

Das Lektorat Augsburger arbeitet deutschlandweit und vor Ort in Berlin für Verlage, Autorinnen und Autoren, Unternehmen und wissenschaftliche Institutionen.

 

Copy Editing und Line Editing

Im Englischen wird zwischen copy editing und line editing unterschieden.

Das line editing entspricht am ehesten einem Lektorat. Es ist ein gründliches Arbeiten am Text. Und zwar bis auf die Ebene des Satzes, Zeile für Zeile (line). Je nach Tiefe des Lektorats geht es dabei um

  • Arbeit an einheitlichem Stil und Lesbarkeit
  • Reduktion inhaltlicher und sprachlicher Wiederholungen
  • Ersetzen unklarer Ausdrucksweisen
  • Aufweisen von logischen und argumentativen Fehlern
  • Prüfen und nötigenfalls Korrigieren von Fakten und Zusammenhängen
  • Vorschläge zur sprachlichen und argumentativen Verdeutlichung oder Vereinfachung
  • falls nötig: Vorschläge zur Umstrukturierung des Textes.

Das copy editing entspricht eher einem Korrektorat. Hier geht es vor allem um eine Optimierung der formalen Aspekte eines Textes, also

  • Fehlerfreiheit in Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung
  • Einheitlichkeit in Layout, Zitierweise und Sprachkonventionen
  • das Aufweisen von offensichtlichen Fehlern in der Logik oder in der Struktur des Textes.

Das copy-editing oder Korrektorat ist häufig der letzte Bearbeitungsschritt (Endredaktion oder Fahnenkorrektur) vor der Veröffentlichung oder Einreichung eines Textes.

 

Wie läuft ein Lektorat ab?

Bitte senden Sie mir bei Interesse an einer Zusammenarbeit einen längeren Abschnitt Ihres Textes (am liebsten aus dem Mittelteil) zu und teilen Sie mir mit, ob sie eher ein Lektorat oder Korrektorat wünschen. Ich überschlage den voraussichtlichen zeitlichen und inhaltlichen Arbeitsaufwand und mache Ihnen einen Kostenvoranschlag (Preis pro Normseite).

 

Ihre Texte werden auf Wunsch in "Word" oder "Open Office" mit Hilfe der Funktion "Änderung verfolgen" überarbeitet, so dass Sie jeden Eingriff nachvollziehen und danach annehmen oder ablehnen können. Bei PDF-Dateien arbeite ich mit der Kommentarfunktion und mit Markierungen. Bei ausgedruckten Manuskripten mit handschriftlichen Korrekturzeichen.

 

Nach einem gründlichen Lektorat kann es nötig sein, noch einmal ein kurzes abschließendes Korrektorat vorzunehmen, weil beim Einarbeiten von Änderungen häufig neue formale Fehler (Zeichenabstände, Satzzeichen) entstehen. Entweder erledige ich beide Schritte nacheinander. Oder Sie erhalten von mir Anweisungen, anhand derer die häufigsten formalen Fehler von Ihnen selbst korrigiert werden können.